Süßkartoffel-Käsekuchen von www.dieschlimmehelena.wordpress.com

Süßkartoffel-Käsekuchen von www.dieschlimmehelena.wordpress.com


Unser erster Gastbeitrag kommt von der Schlimmen Helena.

 

Helena ist Mutter von zwei Kindern, die eine Schwäche für Gebäck, Bücher und einfaches Essen hat. Helena ist schon 35, sieht jedoch wie 34 aus. Beim Bloggen ist sie holpriger, blutiger Anfänger. Aber das wird schon noch, sagt Helena.

 

 

 

Wir finden sie toll und sind begeistert von ihrer Art so schreiben. Und auch von ihren Backkünsten.

 

Vielen Dank für Dein Rezept <3

Süßkartoffel-Käsekuchen

Dieser Kuchen begleitet mich seit ein paar Jahren. Genau genommen seit von Annik Wecker das erste Backbuch erschien: „Anniks göttliche Kuchen“. Und als mich Nicola fragte, ob ich einen Gastbeitrag für Backgaudi schreiben würde, war mir gleich klar, dass ich diesen wirklich besonderen Kuchen dafür nehmen würde. Es ist kein Kuchen, der schnell gemacht ist. Es ist kein Kuchen, für den man alle Zutaten meist da hat –zumindest ich nicht-. Es ist eher der Kuchen, den ich am Vortag abends backe um Freunden oder Kollegen etwas Außergewöhnliches zu schenken. Ein Käsekuchengeschmackserlebnis, das einen verzückt für einen kurzen Moment in seeliges Schweigen schickt. Aber bevor wir uns hier verlieren in Details, fangen wir lieber an…

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Kuchenboden: 
120g Vollkornbutterkekse
70g grob gehackte Walnüsse
80g Zucker
1TL Zuckerrübensirup (z.B. Grafschafter)
Für die Füllung: 
400g Süßkartoffeln
1TL Salz
200g Zucker (+ 1EL)
700g Doppelrahmfrischkäse
200g Mascarpone
1EL Zuckerrübensirup
1 Msp. Gemahlene Vanille (oder das Mark einer halben Schote)
2 TL Zimt
1 Prise Salz
4 Eier
2 EL Speisestärke

 

Für den Guss: 
300g Sauerrahm
50g Zucker
1 Msp. Gemahlene Vanille
Für den Karamellüberzug:
70g Karamellbonbons 2-5 EL Sahne
 

 

Zubereitung:

1. Zuallererst schäle ich die Süßkartoffeln, schneide sie in große Würfel und gebe sie in einen Topf mit Wasser, 1EL Zucker und 1TL Salz. Deckel drauf und ca. 20 min köcheln lassen, bis sie weich genug sind, dass man mit dem Messer wie in Butter sticht.

2. Während die Kartoffeln köcheln die Kekse in einer Schüssel zermahlen. Ich nehme hierfür gerne den Stößel meines Mörsers und zerdrücke die Kekse so ratzfatz in einer Rührschüssel.

3.In einem Topf 60 g Butter erwärmen, bis sie flüssig ist und 1TL Zuckerrübensirup darin auflösen.

4. Währenddessen in einer beschichteten Pfanne die gehackten Walnüsse anrösten. Dabei unbedingt daneben stehen bleiben und aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Wenn ein Duft anfängt aufzusteigen, der an Popcorn erinnert, dann sind sie perfekt! Anschließend Kekse, Butter-Sirup-Mix, Nüsse und 80g Zucker mit einer Gabel oder einem Löffel zusammenrühren, bis alles durchfeuchtet ist. Wenn man jetzt die Nase über diese Bodenmischung hält, bekommt man schon den ersten Eindruck vom fertigen Kuchen. Es duftet nämlich jetzt schon zauberhaft!

5. Den Boden in die ungefettete Springform drücken –keine Sorge, es wird auch so nichts fest backen! Backofen auf 150° vorheizen, Umluft 130°.

6. Nun sollten auch die Süßkartoffeln fertig sein. Hier nun Wasser abgießen und die Kartoffeln pürieren. Entweder mit der Kartoffelpresse, oder mit dem Stampfer, oder einfach mit einer Gabel zerdrücken. 300g abwiegen und zur Seite stellen.

7. Im nächsten Schritt dann Frischkäse und Mascarpone cremig rühren mit dem Mixer. Und bei mittlerer Geschwindigkeit anschließend das Püree, 200g Zucker, Zuckerrübensirup, Vanille, Zimt und Salz unterrühren. Erst wenn diese Zutaten eine Masse ergeben, die Eier einzeln unterrühren. Hier unbedingt nicht zu lange rühren. Denn je länger die Eier eingerührt werden, desto mehr Luftbläschen arbeitet man in die Masse, was nur dafür sorgt, dass der Käsekuchen beim Backen zu sehr aufgeht und beim Abkühlen unschöne Risse bekommt. Zuletzt dann die Speisestärke auf die Masse sieben und ebenfalls nur kurz unterrühren.

8. Die Käsekuchenmasse auf den Boden in die Springform gießen und den Kuchen für 60 Minuten in den Ofen schieben auf der mittleren Schiene. Zum Ende der Backzeit hin den Sauerrahm mit Zucker und Vanille verrühren und den Kuchen kurz aus dem Ofen holen. Da er jetzt noch sehr flüssig ist in der Mitte, unbedingt den Guss vorsichtig und löffelweise auf die Masse streichen. Wenn der Sauerrahmguss auf dem Kuchen ist, diesen nochmals für abermals 5 Minuten backen und dann den Kuchen im ausgeschalteten Ofen noch zwei Stunden stehen lassen.

9. In dieser Zeit die Ofentür möglichst nicht öffnen. Nach zwei Stunden kann man den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ihn bei Zimmertemperatur weiter abkühlen lassen. Ich lasse ihn dann gerne über Nacht draußen stehen. Zuvor noch einmal mit einem scharfen Messer am Rand der Springform entlangfahren. So verhindert man, dass der Kuchen reißt, wenn er sich langsam beim Kühlen zusammenzieht.

10. Für den Karamellguss noch zuletzt die Bonbons in einem Topf mit Sahne unter ständigem Rühren auflösen und anschließend auf den Käsekuchen geben.

Voila! Fertig ist der leicht karamellig schmeckende, fluffig-weiche Süßkartoffel-Käsekuchen. Am besten schmeckt er mir aus dem Kühlschrank. Und Euch?

Eure Helena www.dieschlimmehelena.wordpress.com
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